Gebet

„Wusstest du schon, dass die Nähe…“

Wusstest du schon,
dass die Nähe eines Menschen gesundmachen, krankmachen, tot oder lebendig machen kann?
Wusstest du schon,
dass die Nähe eines Menschen gut machen, böse machen, traurig und froh machen kann?
Wusstest du schon,
dass das Wegbleiben eines Menschen sterben lassen kann,
dass das Kommen eines Menschen wieder leben lässt?
Wusstest du schon,
dass die Stimme eines Menschen einen anderen Menschen wieder aufhorchen lässt,
der für alles taub war?
Wusstest du schon,
dass das Zeithaben für einen Menschen mehr ist als Geld,
mehr als Medikamente, unter Umständen mehr als eine geniale Operation?
Wusstest du schon,
dass das Anhören eines Menschen Wunder wirkt,
dass das Wohlwollen Zinsen bringt,
dass ein Vorschuss an Vertrauen hundertfach auf uns zurückkommt?
Wusstest du schon,
dass Tun mehr ist als Reden?
Wusstest du das alles schon?
Wusstest du auch schon,
dass der Weg vom Wissen über das Reden zum Tun unendlich weit ist?

Wilhelm Willms, Priester und Schriftsteller, (aus: Der geerdete Himmel)

 

Gedanken zu Joh 6,51-58

GEDANKEN ZU JOH 6,51-58

Da stritten sich die Juden untereinander und sagten: „Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?”. Das war nicht nur damals eine schräge, wenn nicht sogar widerliche und unerträgliche Vorstellung, das geht uns heute noch genauso.
Doch Jesus lässt sich davon nicht irritieren. Er spricht weiterhin vom Fleisch, immer wieder, gleich viermal hintereinander, und wie um das Ganze zu verschlimmern, nimmt er noch den Begriff “Blut” dazu. „Amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.“ Jesus lässt keine Zweifel. „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank.“ Wenn Jesus diese anstößige Formulierung verwendet, obwohl er um diese Anstößigkeit weiß, dann hat dies einen gewichtigen Grund.
Wir kennen aus unserer eigenen Sprache Formulierungen, die helfen die Absicht Jesu zu verstehen: „etwas ist uns in Fleisch und Blut übergegangen“ oder „etwas hat sich tief in uns eingefleischt“. Wir meinen damit nicht etwas symbolhaft Äußerliches, sondern etwas, das uns tatsächlich in Fleisch und Blut übergegangen ist und sich tief in unser Bewusstsein eingeprägt, eingefleischt hat.
Das ist der Punkt, den Jesus hier anspricht. Er spricht von seinem Lebensweg. Dieser Weg war ein sehr konkreter Weg, ein Weg, der ihn in Gegnerschaft mit den Mächtigen brachte, der von ihm äußerste Entscheidungen verlangte, der ihn zum grausamen Weg ans Kreuz führte, auf dem er aber Auferstehung erfuhr, ein Weg, der für ihn wahres, ewig gültiges Leben bedeutete.
Wenn Jesus nun von den Seinen einforderte, dass sie sein Fleisch essen und sein Blut trinken sollten und dass dieser Weg ewiges Leben und Auferstehung bedeute, dann, damit die Seinen sich dieses Konzept von Leben buchstäblich einfleischen sollten. Dies sollte ihnen in Fleisch und Blut übergehen.
In diesem Sinne ist die Ablehnung der Umstehenden, die sich in dieser Anfrage: „Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?“ ausdrückte, eher eine Abwehr gegenüber einem solch kompromisslosen Lebensweg. Man streitet dann lieber um eine problematische Formulierung als über den herausfordernden Inhalt. Deshalb lässt sich Jesus hier nicht irritieren, unterstreicht das Ganz noch einmal: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.“ Er wird Auferstehung erfahren. Es geht Jesus um eine lebendige Beziehung zu ihm, zu Gott, seinem Vater. Leben ist Beziehung. Wirkliches Leben ist Beziehung. In welchen Beziehungen wollen wir leben? Welche Beziehung bedeutet wirkliches Leben und welche Beziehungen verfehlen das Leben?
Als eine wirkliche, sogar ewig gültiges Leben nährende Beziehung, bietet sich Jesus selbst an. Er ist das lebendige Brot vom Himmel, ein Lebensentwurf, der uns in Fleisch und Blut übergehen soll. Es geht hier um eine seelisch-ganzheitliche Lebensnahrung.
Im Allgemeinen achten wir darauf, was wir an Essen und Trinken zu uns nehmen. Wir schauen nach der Herkunft und den Inhaltsstoffen. Frisch soll die Nahrung sein, ökologisch angebaut.
Sind wir bei unserer Seelennahrung auch so genau? Wie viel konsumieren wir, eher nebenbei, durch die Medien, Fernsehen, Internet? Wo viele Eindrücke, Bilder, Gewalt, Oberflächlichkeit, Gerede, so viel Ablenkung, die doch Geist und Seele nicht satt machen. Was macht uns nun wirklich satt? Wie stillen wir unseren Hunger nach Liebe und Geborgenheit, nach Annahme und Zuwendung, unseren Hunger nach Freude und Hoffnung, mehr noch, nach einem sinnhaften Lebensentwurf, der selbst dort nicht sinnlos wird, wenn er uns viel abverlangt, wo es Durststrecken zu durchstehen gilt, unter Umständen Leiden und Tod bedeuten?
Da ist die Rede von Jesus klar und eindeutig. Ich bin das lebendige Brot. Jeder, der mich isst, wird durch mich leben. Wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. Natürlich sprechen diese Worte auf das Letzte Abendmahl an und heute auf unsere Eucharistiefeiern, die sich ja als die Erfüllung der Bitte Jesu, sein Mahl zu feiern, sein Fleisch zu essen, bis er wiederkommt, verstehen.

Vom Essen dieses Brotes verspricht sich Jesus die große Hereinverwandlung seines Lebens in unser Leben und unseres Lebens in sein Leben.
Joe Übelmesser hat dies einmal in seinem Gedicht: Die fünfte Verwandlung, so ausgedrückt:
Wenn aus dem Samen die Ähre wächst und am Weinstock die Trauben reifen, dann hat Gott selber die Hand im Spiel. Dies ist die erste Verwandlung. Aus den Körnern wird Brot gebacken und aus den Trauben der Wein gekeltert. Menschenhand verbunden mit Gottes Kraft. Dies ist die zweite Verwandlung. Wenn aus dem Brot Leib Christi wird und sein Blut aus dem Wein im Kelche, weil jemand wieder die Worte spricht wie einst beim letzten Abendmahl, dann geschieht die dritte Verwandlung. Versammelt zum heiligen Mahl, empfangen wir dann ihn selber als Speise, um eins zu werden mit ihm. Ein Herz und eine Seele und ein Leib. Dies ist die vierte Verwandlung. Und als neue Menschen in seinem Geist sind wir gesendet, die Welt zu verwandeln.
Das ist die fünfte Verwandlung, die schwerste von allen, aber die wichtigste. (Dass wir sie erfüllen, dazu segne uns, Herr, unser Gott. Amen.) Das ist die Schwerste von allen, aber die Wichtigste. Das wusste Jesus und deshalb redet er hier nicht um den heißen Brei. Er benennt es direkt mit diesen anstößigen und herausfordernden Worten: „Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.“
Und Jesus fügt noch hinzu: „Mit diesem Brot ist es nicht wie mit dem Brot, das eure Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.“
Wenn wir zum Arzt müssen, kann dieser in unserem Blutbild lesen wie in einem Buch, was uns fehlt, wie es um unser Organe und unsere Lebenskräfte, ja um unser Leben steht. Wird sich in unserem Blutbild heute auch Jesus Lebensentwurf feststellen können, wenigstens ansatzweise?

Franz Nagler, Pfarrer i.R.

Gedanken zu APG 4,32-35 UND JOH 20,19-31

Die erste Lesung hatte in der Geschichte des Christentums eine lang anhaltende Wirkung. Wir wissen nicht, ob es diesen Zustand jemals gab in der Kirche, dass alle „ein Herz und eine Seele“ waren, dass alle alles gemeinsam hatten, dass keiner Not litt, dass alle Zeugnis von der Auferstehung ablegten, dass jedem so viel zugeteilt wurde, wie er nötig hatte, möglich geworden aus einem Topf, da alle Grundbesitzer ihre Häuser und Grundstücke verkauften und das Geld den Aposteln übergaben.
Aber der Bericht muss auf einer Erinnerung beruhen, wie groß die Geschwisterlichkeit am Beginn der Jesusbewegung war. Das Christentum hatte für die Gesellschaft eine heilsame Bedeutung. Der Bericht verursachte wahrscheinlich damals schon einen ziehenden Schmerz, wie der Beginn war und es heute nicht mehr ist.

 

Vor allem vor dem Hintergrund des Römischen Reiches war das Christentum eine reale Alternative. Dies wurde bemerkt und in kaum nachvollziehbarer Geschwindigkeit verbreitete sich das Christentum. Der Bericht der Apostelgeschichte war eine Antwort auf die Ausbeutung durch den römischen Staat und seine morbide Gottes- bzw. Götzenverehrung.
Ein wenig spiegelt sich dies auch im Bericht über den sogenannten „ungläubigen“ Thomas. Worin bestand denn seine Ungläubigkeit? Doch nur darin, dass er den anderen Aposteln nicht geglaubt hat.

 

Thomas scheint einer gewesen zu sein, der die Anfangsbegeisterung, dass alle ein Herz und eine Seele waren, nicht mitbekommen hatte. Er scheint nicht mitbekommen zu haben, wie der Geist Jesu auf die Jünger übergegangen war, wie durch die Sündenvergebung alte Rechnungen beglichen worden waren.
Thomas war beim ersten Treffen nicht dabei. Hatte er sich vom Jüngerkreis entfernt? Nun hat er sich wieder angenähert: „Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei.
Er hatte sich wohl von den anderen Jüngern die erste Begegnung mit Jesus erzählen lassen, aber darauf mit einer klaren Einstellung reagiert: „Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe, und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.“
Es scheint nicht der Fall gewesen zu ein, dass Thomas ungläubig war. Im Gegenteil wollte er durch seine Anfrage der Sache auf den Grund gehen, wollte Vertrauen und Erfahrung, Glaube und Vernunft zusammenbringen.
Ein vorgelegter Glaube war für ihn kein möglicher Weg. So geht er einer direkten Begegnung mit dem auferstandenen Christus entgegen.

 

Unsere Situation heute ist dem nicht unähnlich. Der vorgelegte Glaube, die Katechismussätze überzeugen kaum mehr Menschen, gesucht wird eine direkte Gotteserfahrung.
Die Haltung von Thomas ist hier eher als eine aktive Anstrengung Christus zu begegnen, zu verstehen. Der auferstandene Christus scheint dies honoriert zu haben. Bei der ersten Begegnung mit den Aposteln heißt es: „Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.“ Bei dieser zweiten Begegnung, acht Tage später, fordert Jesus Thomas direkt auf: „Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“
Thomas lebte in einer Haltung wacher Erwartung. Er vertraute darauf, dass es tatsächlich Erfahrungen des Göttlichen zu machen gibt und dass es darauf ankommt, dafür offen zu sein.

 

Vor kurzem haben wir uns mit der These von Tomas Halik beschäftigt, „so zu leben, zu glauben, als ob es Gott gäbe“. Denn wer so lebt wird neue Erfahrungen mit dem Glauben machen, ihm werden sich größere Möglichkeiten öffnen, die das Leben wertvoller, reicher machen. Durch das Experiment der Erfahrung wird sich zeigen, welch lebensfördernde Wahrheit hinter dem Glauben steckt. Und tatsächlich, die aktive Anstrengung des Thomas, Christus zu begegnen, wird mehr als erfüllt, so dass er nur noch stammelnd bekennt: „Mein Herr und mein Gott!“. Zehn Apostel konnten Thomas nicht überzeugen, die reale Begegnung mit dem Auferstandenen brachte es zustande.

 

Wir werden heute nicht daran vorbeikommen, dieselben Wege zu beschreiten. Hinter all dem Traditionsgut unserer Kirche muss die direkte Erfahrung mit Christus, mit Gott gesucht werden. Erst eine Erfahrung mit dem Glauben, mit einer Gotteserfahrung wird dann auch den Reichtum der Tradition erschließen oder diese in Frage stellen, verändern, bereichern. „Ich habe dich draußen gesucht, während du drinnen warst“, wird der heilige Augustinus über seinen Lebensweg bekennen.

 

Auffallend bei dieser Begegnung mit dem Auferstandenen ist die Sündenvergebung: „Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.“ Aufgabe der Sündenvergebung war es, die Menschen in die Lage zu versetzen, ohne Hindernisse in der Gemeinschaft mit Gott zu leben.
Dazu bedurfte es zuerst einer eigenen Selbstreflexion. Romano Guardini schrieb dazu: „Hat der Mensch, der immer „recht“ hat, nicht in Wahrheit aufs gefährlichste unrecht? Blickt der Mensch, bei dem immer die anderen schuld sind, nicht beständig an der eigenen Schuld vorbei? Lebt der, der immer seinen Willen durchsetzt, nicht in verhängnisvoller Täuschung darüber, wie töricht, wie eingebildet, wie engherzig, wie gewalttätig er ist, und welches Unheil er anrichtet? Will ich also richtig mit mir selbst – und, aus mir heraus, mit den anderen – umgehen, dann darf ich nicht an meiner Wirklichkeit vorbeiblicken, mir nichts vormachen, sondern muss wahr gegen mich sein. Aber wie schwer ist das; und wie kläglich sieht es mit uns aus, wenn wir uns ehrlich prüfen.“
Wollen wir dies heute einlösen, dann ist uns eine herausfordernde Zukunft beschieden, in der das Christentum wieder heilsam in die Gesellschaft hineinwirken kann.

 

Damals reagierte das Christentum auf die politisch-gesellschaftliche Realität des Römischen Reiches. Wie sieht heute unsere politisch-gesellschaftliche Realität aus, auf die wir zu reagieren haben, wenn das Christentum weiterhin heilsam auf die Gesellschaft wirken soll?
Vor kurzem wurde in ganz Europa eine Umfrage gestartet mit einem erschreckenden Resultat. In fast allen Ländern wurde ein Wechsel von einem demokratischen System zu autoritären Staatsformen gewünscht, in Italien und Frankreich bis zu 40%. Diese verhängnisvolle Entwicklung hängt wesentlich mit fehlender sozialer Gerechtigkeit, mit schlechten Bildungssystemen und der Angst um die eigene Sicherheit zusammen, wobei die Politiker nahezu alles Vertrauen verloren haben.
Insofern sind wir in den Gemeinden herausgefordert, eine gute religiöse Bildung zu ermöglichen, integrativ zu arbeiten, was sich schon aus dem Begriff „katholisch, alle und alles umfassend“ ausdrückt, und so pastoral zu handeln, dass den Menschen aus dem Glauben ein gutes Grundvertrauen ermöglicht wird.
Die Erinnerung an die Urgemeinde begleitet uns bis heute wie ein ziehender Schmerz, genauso wie das Beispiel des Thomas uns ermutigt, die Herausforderungen ohne Scheuklappen anzugehen.

Franz Nagler, Pfarrer

Satyagraha – Festhalten an der Wahrheit

Satyagraha – Festhalten an der Wahrheit
(Gedanke der gewaltlosen Durchsetzung des als wahr Erkannten)

Satyagraha ist Seelenkraft, und immer wenn dem Gebrauch von Waffen oder physischer oder roher Gewalt Raum gegeben wird, dann ist im gleichen Ausmaß weniger Möglichkeit für Seelenkraft. Das sind nach meiner Auffassung rein gegenwendige Kräfte…

Es besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen passivem Widerstand und Satyagraha. Wenn wir meinen und zu verstehen geben, wir seien schwach und hilflos und deshalb nur zu passivem Widerstand fähig, dann wird unser Widerstand uns niemals stark machen, und wir werden beim geringsten Anlass unseren passiven Widerstand als Waffe der Schwachen aufgeben.

Sind wir hingegen Satyagrahis und leisten wir Satyagraha und glauben wir an unsere Stärke, so werden wir von Tag zu Tag stärker werden…
Und während im passiven Widerstand kein Raum für Liebe ist, hat in der Satyagraha der Hass keinen Platz, verstößt er doch gegen ihr Prinzip.

Während beim passiven Widerstand Raum ist für Waffengebrauch, wenn die Gelegenheit sich bietet, ist in der Satyagraha physische Gewalt unter allen Umständen aus- geschlossen.

(Mahatma Gandhi, 1869-1948)

Gebet zu Maria – von Papst Franziskus

Gebet zu Maria – von Papst Franziskus

Maria, Frau des Hörens,
lass’ unsere Ohren offen sein,
lass’ uns das Wort Deines Sohnes Jesus
unter den tausend Worten dieser Welt heraushören,
lass’ uns auf die Wirklichkeit, in der wir leben, hören,
auf jeden Menschen, dem wir begegnen,
und besonders auf den armen, den bedürftigen, und den,
der in Schwierigkeiten ist.

Maria, Frau der Entscheidung,
erleuchte unseren Verstand und unser Herz,
damit wir dem Wort Deines Sohnes Jesus
ohne Zögern zu gehorchen wissen,
gib uns den Mut zur Entscheidung, dazu,
uns nicht mitreißen zu lassen,
so dass Andere unser Leben bestimmen.

Maria, Frau des Handelns,
lass’ unsere Hände und Füße zu den Anderen „eilen“,
um die Liebe Deines Sohnes Jesus zu bringen,
um wie Du das Licht des Evangeliums in die Welt zu tragen. Amen

Papst Franziskus

Gebet um einen guten neuen Bischof

Gebet um einen guten neuen Bischof

Herr Jesus Christus,
auf dich ist die Kirche gegründet,
du führst sie auch in dieser Zeit.
So vertrauen wir dir unsere Ortskirche von
Rottenburg-Stuttgart an.
Wir bitten um einen guten neuen Bischof,
in dem das Feuer des Heiligen Geistes lebendig
und die Freude des Glaubens spürbar ist,
der die Zeichen der Zeit wahrnimmt
und sie mit uns deutet
im Licht des Evangeliums,
der mit uns voller Hoffnung und Zuversicht
mutige Schritte in die Zukunft wagt,
der den Weg der Einheit geht
mit den Gläubigen in unserer Diözese
und mit der Kirche weltweit.
Stärke alle, die für die Zeit der Sedisvakanz
Verantwortung übernommen haben.
Schenke allen, die Verantwortung tragen
für die Wahl unseres neuen Bischofs,
die Gaben deines Heiligen Geistes.
Uns alle erfülle mit Vertrauen
auf deine Gegenwart,
damit wir zu Zeuginnen und Zeugen werden
für deine frohe Botschaft in dieser Zeit.
Darum bitten wir dich, Jesus Christus,
unseren Bruder und Herrn. Amen

Niemals Gewalt!

Niemals Gewalt!

Jenen aber, die jetzt so vernehmlich nach härterer Zucht und straffen Zügeln rufen, möchte ich das erzählen, was mir einmal eine alte Dame berichtet hat.
Sie war eine junge Mutter zu der Zeit, als man noch an diesen Bibelspruch glaubte, dieses »Wer die Rute schont, verdirbt den Knaben«. Im Grunde ihres Herzens glaubte sie wohl gar nicht daran, aber eines Tages hatte ihr kleiner Sohn etwas getan, wofür er ihrer Meinung nach eine Tracht Prügel verdient hatte, die erste in seinem Leben. Sie trug ihm auf, in den Garten zu gehen und selber nach einem Stock zu suchen, den er ihr dann bringen sollte. Der kleine Junge ging und blieb lange fort. Schließlich kam er weinend zurück und sagte: »Ich habe keinen Stock finden können, aber hier hast du einen Stein, den kannst du ja nach mir werfen.«
Da aber fing auch die Mutter an zu weinen, denn plötzlich sah sie alles mit den Augen des Kindes. Das Kind musste gedacht haben: »Meine Mutter will mir wirklich weh tun, und das kann sie ja auch mit einem Stein.« Sie nahm ihren kleinen Sohn in die Arme, und beide weinten eine Weile gemeinsam. Dann legte sie den Stein auf ein Bord in der Küche, und dort blieb er liegen als ständige Mahnung an das Versprechen, das sie sich in dieser
Stunde selber gegeben hatte: »Niemals Gewalt!«

Astrid Lindgren, schwedische Schriftstellerin (Auszug aus ihrer Rede anlässlich der Preisverleihung des Friedenspreises des Dt. Buchhandels 1978)

Der Grund

Der Grund

Ich lasse es zurück
Mein altes Leben
Neuer Ort
Neue Menschen
Ein Sturm an Gefühlen

Einen alten Baum
Soll man nicht verpflanzen
Heißt es
Warum eigentlich nicht?

Frischer Wind
Neuer Boden
Futter für Gedanken
Guter Boden
Für meine Wurzeln

Der Grund
Auf dem ich wahrhaft ruhe
Bist Du.

Der Grund
In dem ich verwurzelt bin
Bist Du.

Der Grund
Der mich hält
Bist Du.

Überall.
Und Immer.

Florian Klarwasser

Gedanken zu Mk 1,40-45

Demonstrationen in großem Ausmaße haben in den letzten Wochen das öffentliche Bild in Deutschland geprägt und bestimmen es weiterhin. Die Mitte der Gesellschaft tritt auf, lautstark gegen Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit, für mehr Demokratie und kulturelle Vielfalt. Letztlich geht es um Integration, dass kein Mensch aufgrund von Behinderung, Rasse, Geschlecht oder anderer Andersheiten ausgeschlossen wird. Wer andere ausschließt, engt sich ein und verarmt.

 

Wir haben heute ein Evangelium, das diese Thematik aufgreift. Da wird ein Mensch aufgrund einer Krankheit ausgeschlossen und erfährt in einem solchen Maße die Tragik seines Ausschlusses, dass er hier die ihm auferlegten Grenzen sprengt. Der Aussätzige durchbricht seinen abgegrenzten Bereich und nähert sich der Menschengruppe um Jesus.

 

Die Regeln für die Trennung von Aussätzigen von der Allgemeinheit sind zwar nachvollziehbar, – bei uns in der Coronazeit war es durch den Hausarrest nicht anders -, aber sie lassen die Lebenssituation der Betroffenen völlig außer Acht, sogar zuweilen soweit, dass die Betroffenen, die Kranken selbst sich als eine Zumutung für jede und jeden anderen empfinden, sogar gegenüber Gott. Mit solchen Selbstwertwunden leben zu viele Menschen, sogar ohne Krankheiten, mit der Folge, dass Teile des Lebens verborgen werden müssen, dass vieles getan wird, um irgendwie Anerkennung in der Gesellschaft zu erfahren.

 

Rainer Maria Rilke hat diese Erfahrung von Selbstwertwunden in einem Gedicht über Aussatz so verarbeitet:

Sieh, ich bin einer, den alles verlassen hat.
Keiner weiß in der Stadt von mir,
Aussatz hat mich befallen.
Und ich schlage mein Klapperwerk
klopfe mein trauriges Augenmerk
in die Ohren allen
die nahe vorübergehn.
Und die es hölzern hören, sehn
erst gar nicht her und was hier geschehn
wollen sie nicht erfahren.

Soweit der Klang meiner Klapper reicht
bin ich zuhause; aber vielleicht
machst Du meine Klapper so laut,
dass sich keiner in meine Ferne traut
der mir jetzt aus der Nähe weicht.
So dass ich sehr lange gehen kann
ohne Mädchen, Frau oder Mann
oder Kind zu entdecken.

Thiere will ich nicht schrecken

 

Der Erkrankte klagt hier über seine Ausgeschlossenheit, über seinen selbst empfundenen Unwert: „Und ich schlage mein Klapperwerk, klopfe mein trauriges Augenmerk in die Ohren allen, die nahe vorübergehn. Und die es hölzern hören, sehn erst gar nicht her und was hier geschehn wollen sie nicht erfahren.“ Er hat sich in seine Ausgeschlossenheit eingewöhnt: „Soweit der Klang meiner Klapper reicht bin ich zuhause;“ er wünscht sich sogar, dass sich die Ferne vergrößere, aber letztlich ist es ein einziger Schrei nach: „Mädchen, Frau oder Mann oder Kind.“ Tiere will er nicht schrecken.
Der Aussätzige im Evangelium verhält sich da anders. Dabei ist es nicht nur der Leidensdruck, der ihm hilft, die Grenze zu sprengen, es ist auch die feste Hoffnung und Gewissheit, dass dieser Jesus, von dem er gehört hatte, ihn heilen werde. „Wenn du willst, kannst du mich rein machen“, wendet er sich an Jesus.
Der Aussätzige brachte den Mut auf, und sei es aus Verzweiflung, das Wüstenei der Versteckspiele zu verlassen. Offensichtlich bewegte ihn die tiefe Hoffnung, dass es auch für ihn ein freies, ein befreites Leben geben kann, ja geben muss und dass dies zu finden wäre in diesem Jesus von Nazaret. So fügt er sich nicht in sein Schicksal, sondern bricht alle Tabus und wagt den Weg auf diesen Jesus zu, sogar bis zu seinen Füßen: „Er fiel vor ihm auf die Knie.“
Und Jesus hatte Mitleid mit ihm. In ursprünglicheren, früheren Handschriften steht hier: Jesus empfand Zorn, Zorn, dass da ein Mensch sich schämen muss für sich selbst, bis in seinen intimsten Gefühlsbereich hinein, bis in seine Beziehung zu Gott. So soll kein Mensch leben müssen.
Dies lässt nun Jesus alle Tabus brechen: „Ich will – werde rein!“ Er spricht nicht nur diese heilenden Worte, er streckt seine Hand aus und berührt diesen Menschen. Er nimmt dabei in Kauf, selber unrein zu werden, ausgegrenzt zu werden, was dann ja auch am Kreuz grausame Wirklichkeit wurde.
Jesus sprengt hier die religiös gesellschaftlichen Grenzen, durch die Menschen herabgesetzt und ausgegrenzt werden, formt sozusagen eine Gesellschaft, Gemeinschaft der Unreinen, die nicht ausgrenzt und vertreibt.
Dies sollte in Zukunft sein Lebensprogramm werden. Die Evangelien erzählen davon viele Begebenheiten. Im Gedränge nähert sich Jesus eine Frau von hinten, um den Saum seines Gewandes zu berühren; ein Gelähmter wird durch eine Öffnung vom Dach herabgelassen; der blinde Bartimäus schreit so lange, bis er von Jesus bemerkt wird; eine ausländische Frau lässt sich nicht abwimmeln und diskutiert mit Jesus, bis er von ihrem Glauben so beeindruckt ist, dass er ihr Kind heilt. Daran vollends besteht kein Zweifel, dass Jesus Dämonen austrieb und heilend wirkte. Er war eben der Heiland.

 

Von Franz von Assisi, der gleichfalls Schranken und Tabus der Gesellschaft in seiner Zeit durchbrach, gibt es die Erzählung einer Begegnung mit einem Aussätzigen.
Nachdem er den Aussätzigen umarmt hatte, beschreibt er diese Erfahrung so: „Das, was mir vorher bitter vorkam, verwandelte sich in Süßigkeit der Seele und des Leibes.“
Man muss diese Erfahrung sehr ernst nehmen. Ausgrenzungen, aus welchen Gründen auch immer, heute: Rassismus, Vertreibung, Fremdenfeindlichkeit lassen das Leben verarmen, machen es bitter und eng.
Wo Menschen es wagen, Grenzen zu überschreiten, andere ganz nahe an sich heranzulassen, sich ihnen zu nähern, sie zu berühren, mit ihnen in Kontakt zu treten, zu helfen, da verwandeln sich die Bedenken, die Angst um das eigene Selbst, um die Wahrung des eigenen Wohlstandes in Süßigkeit der Seele und des Leibes.
Die Heilkraft Jesu rührte nicht von irgendeiner Magie her. Sie hatte ihren heilenden Grund in seinen Worten und Gesten und dem Vertrauen, dass Gott selbst heilend in den Menschen wirkt.
Im Grunde ist dies die Basis allen Segens: Wir sprechen Worte, Segensworte, wie z.B.: „Ich wünsche dir einen guten Tag“, in der Hoffnung, dass unser Wohlwollen bei den Menschen ankommt und dass Gott das Gewünschte im Leben dieser Menschen einlöse.

Franz Nagler, Pfarrer

Gedanken zu Erntedank und Mt 21,28-32

Freundschaft ist die Keimzelle einer demokratischen Gesellschaft, im Gegensatz zum aggressiven Individualismus einer Konsumgesellschaft. Wahre Freunde sind diejenigen, die füreinander das Beste wollen und zwar um des Anderen willen. Freundschaft basiert auf emotionaler Zuneigung zum anderen Menschen. Sie ist frei und freiwillig. Freundschaft muss gesucht, gepflegt und gefördert werden, damit sie erhalten bleibt. Gegenseitiges Wohlwollen, Sorge füreinander, gegenseitige Unterstützung, auch im Bewusstsein der Verletzlichkeit des Anderen, miteinander wachsen und reifen, Differenzen aushalten lernen, all dies ist lebensnotwendig für eine gute, lebenslange Beziehung, gleich welcher Art. Freundschaft ist nicht auf Gewinn ausgerichtet, aber sie bringt ein gewisses Maß an Gegenseitigkeit mit sich.

 

Heute, an Erntedank, möchte ich dies auf die Beziehung zu unserer Mutter Erde ausdehnen. Sicher, die Beziehung zur Mutter Erde, zur Schöpfung ist eine asymmetrische Beziehung, doch wir sollten nicht vergessen, dass es die Erde ist, die sich beständig um uns kümmert und uns Nahrung und Raum zum Leben gibt. Wir erhalten alles von der Erde. So sollten wir uns zu ihr so verhalten, dass sie allen Menschen, den anderen Lebewesen und auch den künftigen Generationen ein Auskommen bieten kann. Die freundschaftliche Einstellung zu ihr muss daher im Sinne eines Bewusstseins der Verbundenheit, der Zerbrechlichkeit, des Zusammenwachsens und der Schaffung eines sozialen und ökologischen Gemeinwohls verstanden werden.

Leider ist uns diese Grundlage ziemlich verloren gegangen. Der Mensch trat der Erde als zügelloser Herrscher und Ausbeuter gegenüber und ist jetzt an einem Punkt gekommen, wo er merkt: er gefährdet alles Leben auf der Erde. Die Anklage der jungen Generation: “Ihr raubt uns die Zukunft”, ist nicht unberechtigt. Der Mensch hat vergessen, dass er Teil der Schöpfung ist und mit den anderen Geschöpfen zutiefst verbunden ist. Mit gebieterischer Hand holt die Menschheit so viel wie möglich aus der Schöpfung heraus. So haben der Mensch und die Schöpfung aufgehört, sich freundschaftlich die Hand zu reichen und sind dazu übergegangen, sich einander feindselig gegenüberzustehen (LS 106). Deshalb ist eine ökologische Umkehr notwendig, die auf der Erfahrung der Verbundenheit des Menschen mit der gesamten Schöpfung und der Übernahme von Verantwortung und Fürsorge, beruht.

„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will“, so der bekannte Ausspruch von Albert Schweitzer. Alles ist miteinander verbunden. Solidarität darf sich nicht nur auf die Menschen beschränken, sondern auf alle Lebewesen und die gesamte natürliche Umwelt. Wir leben nur ethisch gut, wenn wir die Heiligkeit in allem anerkennen. Dabei sind wir mit anderen Lebewesen auch durch die Erfahrung von Verletztheit und Ausgesetztsein verbunden. Die Erkenntnis, dass wir Menschen zerbrechliche und verletzliche Wesen sind, haben wir mit der ganzen Schöpfung gemeinsam.  Dies ruft uns zu Verantwortung, Solidarität und Fürsorge füreinander, auch für die Erde, unser gemeinsames Haus, auf.

 

Es ist bedeutsam, dass Franz von Assisi seinen Sonnengesang in einem Zustand großen inneren Leidens schrieb. Er schrieb den Hymnus, als er fast völlig blind war. In diesem Zustand machte Franziskus die starke Erfahrung einer gemeinsamen Bestimmung und geschwisterlichen Gleichheit mit allen endlich geschaffenen Wesen. Mit diesem Hymnus wollte Franz von Assisi die Menschen zu geschwisterlichem Respekt und zur Ehrfurcht vor den geschaffenen Wesen und Dingen anspornen. Dies zeigte sich ihm gerade in der Vergänglichkeit und im Tod. In der Atmosphäre des Todes erkennt Franz von Assisi die liebende Kraft Gottes, die die ganze Schöpfung im letzten Urgrund zu einer Einheit verbindet.

Heute, am Erntedankfest, darf uns dies neu bewusst werden und uns zum Handeln anregen. Dazu gibt das Evangelium eine anerkennenswerte Haltung wieder. Jesus erzählt von einem Weinbergbesitzer, der zwei Söhne hatte. Der eine sagte Ja zur Arbeit im Weinberg, wählte den geringsten Widerstand, tat aber nichts, der andere wagte den Konflikt, indem er verneinte, setzte sich aber dann doch so mit dem Auftrag auseinander, dass er später die Sache anging und handelte.

Jesus hatte hier zwar die Zielgruppe der Pharisäer im Blickwinkel, die nicht handelten, und die Zöllner und Dirnen, die sich mit seiner Botschaft auseinandersetzten, aber dies lässt sich genauso auf unsere Beziehung zur Umwelt übertragen, wobei ein Ja durch ein Nein gebrochen etwas Problematischeres ist, als wenn ein Nein durch ein Ja gebrochen wird. Wer zunächst Nein sagt, stellt sich oft der Problematik, muss sich verteidigen und kann allmählich die Thematik in sich reifen lassen, eben bis zu einem Ja. Wer vorschnell Ja sagt, stellt sich oft der Sache nicht und unterlässt das Handeln.

 

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, sagte Erich Kästner einmal oder Konrad Lorenz: „Was gesagt ist, ist noch nicht gehört. Was gehört ist, ist noch nicht verstanden. Was verstanden ist, ist noch nicht getan. Was getan ist, ist noch nicht beibehalten.“ Und Papst Franziskus fügte in seiner Art hinzu: „Mir ist eine verbeulte Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straße gegangen ist, lieber als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist.” (EG 49)

Jesus erinnert bei seinem Beispiel noch an die Reden Johannes des Täufers, wie er unermüdlich zu einem Umdenken aufforderte, aber nicht gehört wurde. Es gibt derzeit viele Propheten, die zu einem Umdenken aufrufen. Werden sie gehört?

Es geht nicht darum, schnell Ja zu sagen. Es geht darum, dass wir uns mit der Thematik auseinandersetzen, zumal wir im Schöpfungsbericht als Gärtner für die Schöpfung eingesetzt sind.

 

Ich schließe mit der Geschichte eines Rabbis: Dem Gerer Rabbi klagte einmal einer seiner Schüler: „Ich lerne unablässig, ich bete, mühe mich, gut zu sein und das Gute zu tun und merke dennoch nicht, dass ich dadurch Gott näherkomme.“ Da antwortete der Rabbi: „Nimm den Willen Gottes auf dich wie ein Ochse sein Joch und ein Esel seine Last. Schau, wie der Ochse lebt: er geht des Morgens aus dem Stall auf das Feld, er pflügt und wird wieder nach Hause geführt, und so Tag um Tag, und nichts ändert sich bei ihm, aber das gepflügte Feld bringt seine Frucht.“

 

Franz Nagler, Pfarrer